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Das fruchtbare Südmähren war seit jeher dicht besiedelt und wurde intensiv bearbeitet. Die Leute hinterließen hier unübersehbare Spuren ihrer Tätigkeit – prunkhafte Adelssitze, Kirchen und Kapellen, Teiche, Hammer- oder Windmühlen. Wir finden hier sämtliche Baustile – vom romanischen Stil bis zum Funktionalismus.
Die romanische Rotunde der heiligen Katharina in Znaim (Znojmo) gehört wieder zu den ältesten Denkmälern unserer Geschichte. Von den Wänden blicken auf die Besucher über den Abgrund der Jahrhunderte die Gestalten der ältesten Herrscher des Landes, der Přemysliden, einschließlich des legendären Přemysl Pflüger (Přemysl Oráč). Zu den ältesten erhaltenen Kirchen in der ganzen Tschechischen Republik gehört auch die merkwürdige romanische Kirche in Řeznovice.
Die Gotik und die mittelalterliche Fassung des Lebens erläutert die Porta coeli (Himmelspforte) – ein wunderschön geschmücktes Portal des gleichnamigen Klosters in Předklášteří u Tišnova. Die monumentale Ruine der Burg in Boskovice, die Ruinen des Klosters in Dolní Kounice oder das merkwürdige Areal der befestigten Kirche in Kurdějov sind weitere Nachweise des mittelalterlichen Lebens.
Die Renaissance präsentiert das Schloss in Bučovice mit dem erhaltenen Renaissancegarten großartig. Das Schloss in Rosice vor dem Weißen Berg diente Karl dem Älteren von Žerotín (Karel starší ze Žerotína) als Hauptsitz, dem Landeshauptmann und einem der größten Gebildeten der Zeit. Das Schloss in Mährisch-Krumau (Moravský Krumlov) zeugt auch jetzt nach Jahrhunderten vom Reichtum sowie Geschmack der mährischen Herren.
Der Barock blendet mit Pracht und Ansehnlichkeit – das Schloss in Vranau an der Thaya (Vranov nad Dyjí) wirkt bis heute mit seiner imposanten Lage über dem Tal des Flusses Thaya, das Schloss in Valtice erinnert daran, dass in diesem Gebäude seinen Stammsitz der reiche Stamm der Liechtensteiner hatte, das Schloss in Austerlitz bei Brünn (Slavkov u Brna) mit einem schmalen und länglichen Ehrenhof stellt die Blüteform dieses Stils dar. Das Beispiel eines bescheideneren, jedoch um so gemütlicheren Adelssitzes ist wiederum das Schloss in Rájec nad Svitavou, dass an französische Sommersitze erinnert. Ihren Höhepunkt erreicht in Südmähren die Barockarchitektur bei den kirchlichen Bauten – der Komplex der Pilgerkirche in Křtiny von J. B. Santini ist ein einmaliges Muster der harmonischen Verbindung eines Baus und der Landschaft.
Ein einzelnes Beispiel der Anwendung des Empirestils für einen Kirchenbau ist die Kirche in Austerlitz (Slavkov). Empire-Schlösser in Boskovice und Lysice wiederspiegeln am besten die neue Zeit und die Denkweise, die ins Leben sowie in die Architektur das 19. Jahrhundert gebracht wurde. Die stürmische industrielle Entwicklung Hinterließ eine Reihe von technischen Denkmälern – Erwähnungen der Entwicklung der Stahlproduktion finden wir besonders in der Umgebung von Adamov und Blansko. Die Erinnerung an die Zeit „als der Fuß mit Dampf vorwärts ritt“ ist auch das Torso des Eisenbahnviadukts bei Ivančice. Im 19. Jahrhundert erhielt sein endgültiges Aussehen beim neugotischen Umbau eines der meistbesuchten meistbesuchten Denkmäler in der tschechischen Republik – das Schloss in Lednice.
In die Weltgeschichte der Architektur trat Brünn (Brno) ein, als hier in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Bauten des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe die Villa Tugendhat emporwuchs. Das Lehrbuch und die Vorführung des damals modernen Baustils, Do celosvětových dějin architektury vstoupilo Brno když v něm ve třicátých letech 20. století vyrostla jedna z nejvýznamnějších staveb německého architekta Ludwig Mies van der Rohe vila Tugendhat. Učebnicí a demonstrací tehdy moderního slohu des Funktionalismus , ist das ganze Brünner Messegelände genauso wie eine ganze Reihe von weiteren Bauten in der Stadt. Die Bautätigkeit lag nicht einmal in den letzten Jahren still, wovon interessante Kirchenbauten Ende des 20. Jahrhunderts in Senetářov und Hustopeče zeugen.
Das gegenwärtige Gesicht der südmährischen Städte und Städtchen der südmährischen Städte und Städtchen gestaltete sich durch einige Jahrhunderte hindurch. Auch hier finden wir die Erwähnungen verschiedener Zeiten – diesen Prozess weisen am besten die denkmalgeschützten Städte wie Znaim (Znojmo), Brünn (Brno), Nikolsburg (Mikulov) nach. Zur Geschichte vieler Städte gehören markant auch ihre jüdischen Bewohner. Durch die Gassen der jüdischen Viertel, die in letzter Zeit renoviert werden, führen die Schritte der Besucher von Boskovice oder Nikolsburg (Mikulov), welches dr |